Mit der 7 Schritte Methode erfolgreich, nachhaltig und innovativ agieren.

Schritt 1: Den Kopf heben und den Blick nach außen richten
Schritt 2: Das Problem erkennen
Schritt 3: „Komplex“ oder „Nicht komplex“ bestimmen
Schritt 4: VUKA-Audit
Schritt 5: Die Mannschaft finden („Team Flow“)
Schritt 6: Ein Labor aufsetzen und ein Experiment durchführen
Schritt 7: Iteration und Adaption anwenden

Schritt 1 – Den Kopf heben und den Blick nach außen richten

Sehr oft optimieren Unternehmen ihre inneren Abläufe und streben nach der Erfüllung der intern gesteckten Ziele. Dabei lassen sie wichtige Chancen aus, die sich bei einem Blick auf den Kunden, auf den Markt, auf den Wettbewerb und in die Zukunft ergeben würden. Oft haben die internen Ziele nichts mehr mit der tatsächlichen Wertschöpfung bzw. den Bedürfnissen externer Referenzen zu tun.

Schritt 2 – Das Problem erkennen

Um welche Aufgabe, um welches Problem handelt es sich? Es steht eine Aufgabe für die Organisation an. Es ist ein Problem zu lösen, dem man sich nicht entziehen kann. Ist das Problem beschrieben, kann man sich der Welle der Wirksamkeit mit der Frage nach der Komplexität nähern.

Schritt 3 – Den Komplexitätsgrad bestimmen

Wie hoch ist der Grad der Komplexität des Problems? Gibt es innerhalb des Problems Bereiche, die kompliziert oder gar trivial sind? Das ist in der Tat keine einfache Frage- stellung. Ein Indiz für hohe Komplexität könnte die Anzahl der potenziellen Überra- schungen sein, die auftreten können. Je höher man diese annimmt, desto komplexer ist die Aufgabe. Ein weiteres Indiz könnte auch die Änderungshäufigkeit der Anforderung eines Kunden sein. Je häufiger sich seine Anforderungen ändern, desto höher ist die Komplexität der Aufgabe.

Schritt 4 – VUKA-Audit durchführen

Ein VUKA-Audit ist eine systematische Prüfung im Unternehmen mit dem Ziel, Struk- turelemente der Organisation auf ihre Wirksamkeit in einer komplexen und dynamischen Umgebung zu reflektieren. Sie besteht aus den drei Komponenten

Schritt 5 – Die Mannschaft finden („Team Flow“)

Aus der Kulturbeobachtung bekommt man ein sehr gutes Gefühl, welche Talente sich von einem Problem angesprochen fühlen. Hier gilt es, Passung zwischen der Aufgabe und den Personen herzustellen, die die Aufgabe lösen werden und wollen. Die altbe- kannte statische Skill-Matrix wäre an dieser Stelle zu kurz gesprungen.

Schritt 6 – Ein Labor aufsetzen und ein Experiment durchführen

Welche Strukturelemente können meine Wirksamkeit steigern? Hat man eine grobe Einteilung gefunden, findet man in der Welle der Wirksamkeit Impulse, Vorschläge und Anregungen zu möglichen Werkzeugen oder Vorgehensweisen (Praktiken).

Für jedes Unternehmen, für jede Organisation herrscht ein eigener Kontext vor, eine andere Umgebung, die nicht mit anderen Unternehmen verglichen werden kann. Der Kontext bestimmt das Verhalten, welches von externen Beobachtern wahrgenommen wird. Daher kann das eine Tool aus der Welle der Wirksamkeit für das eine Unterneh- men überhaupt nicht wirksam sein, für das andere Unternehmen aber zu unfassbarem Erfolg führen. Die Instrumente der Welle bieten also zahlreiche, hilfreiche Anregungen – nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger – welche jedes Unternehmen individuell für sich bewerten muss. Und am besten erfolgt diese Bewertung nicht durch einzelne Entscheider, sondern ein interdisziplinäres Team von kundennahen Mitarbeitern.

Schritt 7 – Iteration und Adaption anwenden

Welche Experimente führen zum Erfolg? Mit den hier enthaltenen Tools, Modellen und Methoden kann das Unternehmen schon einmal anfangen zu experimentieren. Durch Iterationsschleifen mit den Schritten Planen, Handeln, Prüfen und ggf. Anpassen (build – measure – learn) kann das Unternehmen feststellen, ob es mit den definierten Annahmen und den zu Hilfe genommenen Tools seinem Zielzustand näher kommt.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein sehr außergewöhnliches junges Unternehmen vorstellen, welches sich sehr stark an der externen Referenz orientiert und sich ständig selbst infrage stellt:

Auszug aus dem Buch: „Welle der Wirksamkeit“

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018
R. Vogel und Dr.E. Schlossberger, Welle der Wirksamkeit,https://doi.org/10.1007/978-3-658-19604-2_8