INFORMATION UND MOTIVATION

Der Schädliche Praktiken Anzeiger SPA ist äußerst effizient einsetzbar. Bereits im Rahmen eines Tagesworkshops können mit den wesentlichen Kennern des Unternehmens die Ursachen der wichtigsten Problemstellungen des Unternehmens aufgespürt und hinsichtlich der Auswirkung auf die Wertschöpfung priorisiert und geclustert werden. Diese Cluster lassen sich dann in anschließenden Sprints wirksam bearbeiten.

Ihr Nutzen

Aus Diskussionen mit Teilnehmern können wir folgendes Feedback geben:

  1. Das Ausfüllen geht sehr schnell. Fast jeder kennt die Ursachen bzw. schädlichen Praktiken und weiss, was zu tun ist.
  2. Die Teilnehmer bekommen im Ergebnis sehr schnell sehr konkrete Hinweise, wo in der Organisation anzusetzen ist.
  3. Die Teilnehmer erkennen schnell, dass es um gemeinsame Wirksamkeit und nicht um Politik geht.

Warum heißt es „schlechte Praktiken“?

Oft werden wir gefragt: Warum stehen denn dort nur schlechte Praktiken? Es geht uns gar nicht um „gut oder schlecht“ im allgemeinen. Daher nutzen wir auch den Begriff „schädlich“. Es gibt keine schlechten Praktiken im Unternehmen. Es gibt aber solche, die mehr oder weniger wirksam oder sogar schädlich für die Wertschöpfung des Unternehmens sind. Die Aufgabe des Unternehmens ist es, „langfristig und nachhaltig Kundenprobleme zu erfüllen, wofür der Kunde bereit ist, einen Wert zu bezahlen“ – Wertschöpfung eben.

Ein sehr umfangreiches „Reporting“ beispielsweise könnte also deswegen gegenüber der Wertschöpfung schädlich sein, weil es „in Bezug auf den Kunden keinen Erkenntnisgewinn liefert, keinen gesetzlichen Regeln unterliegt und den halben Freitag für große Teile der Organisation in Anspruch nimmt“ (O-Ton eines Camp-Teilnehmers).

Warum dann eine schädliche Praktik nicht abschaffen, verändern oder gegen eine schlankere ersetzen?

SPA liefert der Organisation die Hinweise und die Legitimation dazu.

Ist der SPA für Unternehmen individuell gestaltbar?

Die 49 Praktiken im SPA-Check stellen eine Beispiel-Befüllung dar. Gerne können wir mit Ihnen im Vorfeld, zum Beispiel auf Grundlage einer schon vorliegenden Mitarbeiter-Befragung oder eines Workshops mit einem kleinen Kernteam der Organisation, eine Unternehmens-spezifische Grundbefüllung vornehmen.

Wie kann es nach der ersten „SPA-Welle“ weitergehen?

Wird die SPA-Abfrage regelmäßig wiederholt – wir empfehlen eine Frequenz von 3 Monaten – ist es dem Unternehmen möglich, sich iterativ von Quartal zu Quartal immer wirksamer hinsichtlich der Wertschöpfung gegenüber dem Kunden aufzustellen. Zunächst zurückgestellte Themen rücken immer mehr in den Vordergrund und helfen dem Unternehmen, nach und nach das zu ihm passendste Betriebsmodell (Strategie, Führung, Organisation, …) zu entwickeln. Das Unternehmen wird immer „fitter“ für die Zukunft.

Je weiter rechts eine Praktik steht, desto höher ist die durchschnittliche Einschätzung, dass diese Praktik die Wertschöpfung behindert. Von links nach rechts nimmt also der schädliche Einfluss auf die Wertschöpfung zu.

Je größer ein Bubble ist, desto häufiger wurde diese Praktik ausgewählt. Ein großer Bubble in der Mitte bedeutet, dass diese Praktik zwar für sehr viele Teilnehmer der Umfrage ein Hindernis für die Wertschöpfung darstellt, allerdings im Durchschnitt der schädliche Einfluss auf die Wertschöpfung als nicht so hoch bewertet wird.

Die Höhe der Bubbles im Diagramm hat keine besondere Bedeutung.

Beispiel 1: Formale Hierarchie haben sehr viele Teilnehmer ausgewählt, allerdings scheint „Formale Hierarchie“ nur einen mittleren schädlichen Einfluss auf die Wertschöpfung zu haben.

Beispiel 2: Die „Individuelle Leistungsmessung“ und der „Budgetierungsprozess“ haben weniger Teilnehmer gewählt, doch für diese haben beide Praktiken einen hohen schädlichen Einfluss auf die Wertschöpfung.

Mit dieser Information kann eine Organisation eine erste Einschätzung vornehmen, um welche Praktiken sie sich im nächsten Schritt kümmern will.

Fordern Sie jetzt Ihre eigene individuelle Unternehmens-ID unter orgshop@unternehmen-mit-zukunft.org an und führen Sie Ihren eigenen SPA Check durch. Damit erhalten Sie sehr detaillierte Hinweise, welche Praktik oder auch welche Praktiken Sie auf den Prüfstand stellen sollten.

  • Dazu gibt es einige Reflexionsfragen, die diesen Dialog unterstützen.
  • Mit welcher Praktik aus dem SPA Report wollen wir uns zuerst beschäftigen?
  • Wodurch genau behindert die gewählte Praktik die Wertschöpfung?
  • Wen müssen wir einbinden, um die Praktik zu verändern?
  • Was müssen wir tun, um die Praktik bedenkenlos zu streichen?
  • Welche Elemente der Praktik brauchen wir nach wie vor?
  • Wie würde der Ersatz aussehen?
  • Wie können wir eine Veränderung risikoarm ausprobieren?
  • Wer könnte Lust haben, daran freiwillig mitzuarbeiten?

Sie werden sehen, schon der Dialog darüber wird Einiges anstoßen und zu ersten Veränderungen führen.

Seien Sie sich aber gleichzeitig bewusst, dass schädliche Praktiken nicht von heute auf morgen abgeschafft werden können und der Immunapparat der Organisation einen nicht zu unterschätzenden Widerstand darstellt. Aber das ist lösbar.

Sie haben noch Fragen? Löchern Sie uns. Gerne helfen wir Ihnen bei den nächsten Schritten.

Gerne wollen wir Ihnen auch einen Blick in das Intrinsify.me Netzwerk ans Herz legen. Gerade für Workshop-Szenarien nutzen wir das dort entstandenen Spiel „Play Change“. Vieles, was Sie hier in digitaler Version vorfinden, findet dort seinen Ursprung und kann analog genutzt werden, um wirksame Veränderungsimpulse im Unternehmen anzustoßen.

Hier finden Sie weiteren Informationen zum Spiel: Play Change

Zum Schluss … vielleicht haben Sie es gemerkt: Wir agieren ideologiefrei. Uns geht es um Praktiken der Organisation, es geht uns darum, Ihnen einen konkreten Entscheidungsraum zu öffnen.